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CDU Rheinhausen trifft CDU Wacken

10.08.2017, 21:25 von Ferdi Seidelt

Freundschaftstreffen CDU Rheinhausen und CDU Wacken (vl): Norbert Linn, Hans-Jürgen Reinhardt, Hans-Jörn Arp MdL, Lothar Möbius, Ferdi Seidelt, Axel Kunkel und Birgit Kunkel

 

Irgendwie war es für die Rheinhauser CDU-Fraktionschefs Ferdi Seidelt und Norbert Linn ein nahe liegender Gedanke. Die Dauergäste des Wacken Open Air - das ist das weltweit wichtigste Heavy Metal-Festival - fragten sich, wer in Wacken wie politisch den Ton angibt und welchen Stellenwert die Musikveranstaltung für den kleinen Ort, aber auch für den Kulturbetrieb Schleswig-Holstein hat. Am Mittwoch vor dem Festival war es soweit. Im Biergarten der legendären Wacken-Kneipe „Zur Post“ (hier heckten die Dorfjungs Thomas Jensen und Holger Hübner 1990 das heutige Mega-Event aus) begrüßten Hans-Jörn Arp CDU-MdL, Wacken-Bürgermeister Axel Kunkel und der Wackener Kulturbeauftragte Hans-Jürgen Reinhardt die wissbegierigen niederrheinischen Schwermetaller. Rheinhausen hatte sich „wegen zu erwartender landwirtschaftlicher Fragen“ mit den Rumelner Hühnerbauer Lothar Möbius und die Gastgeber mit der langjährigen Sekretärin der Evangelischen Gemeinde Wacken, Birgit Kunkel, verstärkt.

 

Das „Duell der Zahlen“ ging klar an Wacken. Dort stellen die Christdemokraten im Gemeinderat acht von 13 Vertretern, in Rheinhausen sind es bekanntlich fünf von 17. Das Wackener Ortsgremium kümmert sich um 1875 Einwohner, während die Bezirksvertretung Rheinhausen für 76.525 Männer und Frauen zuständig ist. Geradezu diametral kommen ihre Metal-Angebote daher. Während das „Friemersheimer Rage against racism Open Air“ gut 3000 Gäste begrüßt, bringt das Wacken Open Air über 80.000 Metalheads zusammen. Kunkel ergänzt: „Hinzu kommen während des Festivals 10. bis 15.000 Tagesgäste und Schaulustige."

 

Umfangreich diskutiert wurde die Frage, wie die Gebietskörperschaften mit dem Metal-Spektakel umgehen. Das Friemersheimer Festival ist im Kulturbetrieb der Stadt gut verortet, es findet statt. Deutlich mehr verkabelt in der Bevölkerung ist das Wacken-Highlight. Die zuerst leicht irritierte Kommune und die von Natur aus wenig „genormten“ Musikschaffenden seien immer mehr zu einer Einheit verschmolzen. Ein Drittel des Ortes ist auf welche Weise auch immer an der Metal-Zelebration beteiligt, einige von ihnen haben es dabei zu einem respektablen Wohlstand gebracht. Angenehmer Nebeneffekt für die kleine Kommune in der Nähe von Itzehoe – die musikalische Großveranstaltung hat das Dorf weltweit bekannt gemacht wie weiland Woodstock im US-Bundesstaat New York. Rheinhausen wiederum ist den Wackenern in Erinnerung geblieben durch den langen und leidenschaftlichen Arbeitskampf. Lothar Möbius, der den einzigen produzierenden Geflügelhof in Duisburg führt, zeigte sich erstaunt, dass das vermeintliche Bauerndorf Wacken nur noch vier Milch-Betriebe  in seinen Grenzen hat – deutlich weniger als im großstädtischen Rheinhausen/Rumeln-Kaldenhausen.

 

Nach einem Gläschen Bier und einigen speziellen Runden auf dem Holy Wacken Land wurde deutlich: Zwischen der CDU-Fraktion Wacken und der CDU-Fraktion Rheinhausen ist eine Freundschaft entstanden, die „situativ bespielt werden kann“, so Rheinhausens Fraktionschef Ferdi Seidelt, „es hat einen gewissen Charme, wenn Schwarze aus dem Pott Schwarze aus Wacken treffen – und sich mit 75.000 schwarz gekleideten Metalheads gute Musik anhören.“

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